Künstler

a

Forensic Architecture

2010 gegründet
Forensic Architecture ist eine Forschungsagentur mit Sitz an der Goldsmith University in London, die Architektur- und Medienforschung im Auftrag internationaler Staatsanwälte oder Menschenrechtsorganisationen übernimmt. Das Team von Ermittlern umfasst Architekten, Gelehrte, Künstler, Filmemacher, Programmierer, Enthüllungsjournalisten, Archäologen, Rechtsanwälte und Naturwissenschaftler. Die Untersuchung des Angriffs auf das von Ärzte ohne Grenzen unterstützte Krankenhaus wurde von Eyal Weizman und Christina Varvia durchgeführt.


Heidelberger Kunstverein

b

Trisha Baga

*1985 in Venice (US), lebt in New York (US)
Für ihre Videos und Performances verbindet Trisha Baga Malerei, Bildhauerei, Film, Musik und Fotografie zu multidisziplinären Kompositionen und nutzt dabei die Sprache der Komödie und Fiktion. Mit der Überlagerung verschiedener Medien und deren Erzählstrukturen reflektiert sie den Akt des Sehens und der Wahrnehmung ebenso wie die Lücke dazwischen.


Wilhelm-Hack-Museum

Rosa Barba

*1972 in Agrigent (IT), lebt in Berlin (DE)
Rosa Barba setzt sich in ihren Videoarbeiten und kinematografischen Skulpturen mit dem filmischen Bild, den damit verbundenen materiellen und sprachlichen Charakteristika sowie dem Verhältnis von Dokumentation und Fiktion auseinander.


Wilhelm-Hack-Museum

Cuthbert Bede

*1827 in Kidderminster (GB), †1889 in Lenton (GB)
Cuthbert Bede ist das Pseudonym des englischen Schriftstellers Edward Bradley. 1855 publizierte er das erste Karikaturenbuch über Fotografie. Photographic Pleasures. Popularly Portrayed with Pen and Pencil beschäftigt sich mit der Auswirkung der Fotografie auf die Lebenswelt des 19. Jahrhunderts und das Konkurrenzmedium der Malerei.


Wilhelm-Hack-Museum

Hermann Heinrich Friedrich Behle

*1867 in Kohlstädt (DE) – nach 1929
Behle war Wiesenbauer und Arbeiter und mehrfach Patient in der psychiatrischen Anstalt in Detmold. Laut seiner Krankenakte war er ausschließlich in der Manie künstlerisch tätig.


Sammlung Prinzhorn

Natalie Boockchin

*1962 in New York City (US), lebt in New York City (US)
Bookchins jüngste Videoinstallationen und Filmarbeiten setzen sich mit dem geteilten Selbst in Zeiten permanenter Vernetzung auseinander. Die einzelnen Kapitel der Serie Testament verknüpfen auf sozialen Plattformen gesammelte Videotagebücher zu einem Chor der Individuen und reflektieren das Verhältnis von Intimität und Anonymität, von Isolation und Gemeinschaft.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

Dirk Braeckman

*1958 in Eeklo (BE), lebt in Gent (BE)
Dirk Braeckmans Bilder hinterfragen fotografische Konventionen und zeigen die Grenzen des Mediums auf. Seine Fotografien pendeln zwischen Andeutung und Verweigerung des Motivs, wenn diese in tiefem Schwarz, Unschärfe oder in einer Reflexion eines Blitzes auf der Bildoberfläche versinkt.


Wilhelm-Hack-Museum

Kilian Breier

*1931 in Saarbrücken (DE), †2011 in Hamburg (DE)
Seit den 1950er Jahren widmete sich Breier als Künstler und Lehrer fotografischen Grundelementen wie Chemie, Licht und Prozess. In seinen Knick-Luminogrammen erzielte er durch minimale Verletzung des Papiers differenzierte Formen. Viele seiner Chemiegrafiken sind unfixierte Oxydationsprozesse, die noch heute weiterarbeiten.


Wilhelm-Hack-Museum

Marcel Broodthaers

*1924 in Brüssel (BE), †1976 in Köln (DE)
Im Umfeld des Pop, der Minimal Art und Konzeptkunst hat Marcel Broodthaers eine eigenwillige künstlerische Praxis zwischen Unterhaltung und kritischer Reflexion entwickelt. Im poetisch-subversiven Spiel mit Alltagsgegenständen, mit Worten und Bildern wechselte er in seiner künstlerischen Arbeit zwischen den Medien und gründete darüber hinaus sein eigenes Museum: das Musée d’Art Moderne, Départment des Aigles.


Wilhelm-Hack-Museum

Peggy Buth

*1971 in Berlin (DE), lebt in Berlin (DE)
Über die Kombination von Fotografie, Video, Soundcollagen, Performance und Assemblagen schafft Peggy Buth vielschichtige Rauminstallationen und fragmentarische Erzählstrukturen, mit denen sie Repräsentationssysteme von Kunst, Literatur, Politik, Geschichte und Wissenschaft befragt.


Sammlung Prinzhorn

c

F & D Cartier

*1952 in Tavannes (CH) und *1950 in Biel (CH), leben in Biel (CH)
Die Arbeit des Künstlerduos ist dem Fotoprozess, Licht und sensiblem Material gewidmet. Für ihre Wait and See-Installationen greifen F & D Cartier auf unbelichtete S/W-Papiere aus den Jahren 1890 – 1980 zurück, die sich während der Ausstellungslaufzeit von bunten in dunkle Flächen verwandeln. Das vergessene Material rückt als Relikt vergangener Zeiten in den Blick.


Wilhelm-Hack-Museum

Sara Cwynar

*1985 in Vancouver (CA), lebt in Brooklyn (US)
Cwynar spürt dem Bedeutungswandel nach, den die Zeit populären Alltagsbildern einschreibt. Ihre Serie Darkroom Manuals (2013) nimmt Motive aus Anleitungsbroschüren zur Fotopraxis auf, die auf dem Scanner ins Digitale übersetzt werden. Die fehlerhafte Abtastung der Kopiermaschine tritt als zeitlicher Verlauf in schillernden Farben hervor.


Wilhelm-Hack-Museum

d

Georges Demenÿ & Étienne-Jules Marey

*1850 in Douai (FR), †1917 in Paris (FR) /
*1830 in Beaune (FR), †1904 in Paris (FR)
Marey und sein Assistent Demenÿ entwickelten 1882 mit der Chronofotografie eine Aufnahmetechnik, mit der Bewegungsabläufe sichtbar gemacht werden können, die zu schnell, zu komplex oder zu langsam für das menschliche Auge sind.


Wilhelm-Hack-Museum

e

Joseph Maria Eder

*1855 in Krems an der Donau (AT), †1944 in Kitzbühel (AT)
Der österreichische Fotochemiker schrieb mehrere Bände zur Geschichte der Fotografie. Ab 1887 gab er das Jahrbuch für Photographie und Reproduktionstechnik heraus und schuf damit eine internationale Plattform für technische Neuerungen der Fotografie, die in Form von Reproduktionen veranschaulicht wurden.


Wilhelm-Hack-Museum

Olafur Eliasson

*1967 in Kopenhagen (DK), lebt in Berlin (DE) und Kopenhagen (DK)
Eliassons multimediale Arbeit beschäftigt sich mit Wahrnehmung, Bewegung, Körper- und Selbsterfahrung. Die Lichtinstallation Your Uncertain Shadow (Black and White) übersetzt die sich bewegenden Körper der Ausstellungsbesucher in Schattenbilder und rastert sie in verschiedene Graustufen auf.


Wilhelm-Hack-Museum

f

Harun Farocki

*1944 in Neutitschein (heute CZ), †2014 nahe Berlin (DE)
Harun Farocki war ein Filmemacher und Künstler. In seinen Arbeiten setzte er sich konsequent mit den Prozessen der Bildproduktion und mit Bildern selbst auseinander.


Kunstverein Ludwigshafen

Hans-Peter Feldmann

*1941 in Düsseldorf (DE), lebt in Düsseldorf (DE)
Seit den 1960er Jahren setzt sich Feldmann konzeptuell mit Fotografie auseinander. Das Buch Nur für Privat gewährt Einblick in eine Sammlung von über 1 000 Fotografien aus der Swinger-Szene der 1970er und 1980er Jahre. Zumeist als Antwort auf Zeitungsinserate wurden die Aufnahmen zur Anbahnung sexueller Kontakte per Post verschickt, oft auf der Rückseite versehen mit dem titelgebenden Vermerk.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

Richard Frater

*1984 in Wellington (NZ), lebt in Berlin (DE)
2016 war Frater Teilnehmer des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
Zuletzt zeigte er Arbeiten in den Ausstellungen This Time of Useful Consciousness im Dowse Art Museum in Wellington oder etwa in Made in Germany im Kunstverein Hannover und Living Cities 2011- in der Adam Art Gallery in Wellington 2015.


Heidelberger Kunstverein

LaToya Ruby Frazier

*1982 in Braddock (US)
Frazier ist eine amerikanische Künstlerin und Professorin der Fotografie in der School of the Art Institute Chicago. 2015 wurde sie mit dem MacArthur-Fellowship der MacArthur-Stiftung ausgezeichnet. Ausgehend von den dokumentarischen Arbeitsweisen der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert nehmen sich Fraziers Arbeiten Industrialisierung, Gesundheitsfürsorge, Umweltschutz und lokale Geschichte zum Gegenstand, um mit Fotografie, Video und performativen Elementen visuelle Archive zu schaffen.


Heidelberger Kunstverein

g

Arno Gisinger

*1964 in Dornbirn (AT), lebt in Paris (FR)
Arno Gisinger beschäftigt sich in seiner jüngsten Arbeit mit dem fotografischen Gedächtnis der Kunsthalle Mannheim. In einer Montage von Bildern aus der historischen Glasplattensammlung untersucht er die komplexen Transformationsprozesse der Kunstgeschichte. Er präsentiert diese Archäologie eines Bilderstreits der Moderne in Form panoramatischer Projektionen im Inneren des Mannheimer Wasserturms.


Kunsthalle Mannheim (Installation im Wasserturm)

Philipp Goldbach

*1978 in Köln (DE), lebt in Köln (DE)
In seinen konzeptuellen Werken beschäftigt sich Goldbach mit dem medialen Wandel unseres Alltags. Vermeintlich zeigt die Reihe KVz (2016) mit Graffiti beschmierte Kabelverzweigerkästen. Doch Goldbach hat die Bilder erst in der Dunkelkammer mit bunten Leuchtmitteln bearbeitet. Dem Betrachter erscheinen die auf der Bildoberfläche eingetragenen Farbspuren als Teil des Bildmotivs.


Wilhelm-Hack-Museum

Vesko Gösel

*1983 in Nordhausen (DE) lebt in Mönchengladbach (DE)
Gösels multimediale Werke thematisieren den Gebrauch von Fotografie in Alltag und Kunst. New Photographic Pleasures wurde in Form von Zeichnungen realisiert. Coulissen überführt die Kartonage, die den standardisierten Bildern der Familienalben des 19. Jahrhunderts als Hintergrund diente, in eine neue skulpturale Form.


Wilhelm-Hack-Museum

Josef Grebing

*1879 Magdeburg (DE) – 1940 Tötungsanstalt Grafeneck (DE)
Grebing war ausgebildeter Kaufmann und verbrachte mehrere Aufenthalte in verschiedenen Anstalten. Er publizierte zwischen 1906 und 1908 die Broschüre Justizverbrechen im Eigenverlag und widmete sich anschließend dem Verfassen weiterer visionär-utopischer Schriften.


Sammlung Prinzhorn

Simon Gush

*1981 in Pitermaritzburg (ZA), lebt in Johannesburg (ZA)
Über filmische und fotografische Arbeiten reflektiert Simon Gush Facetten und gesellschaftliche Konzepte von Arbeit und Produktivität in seinem Heimatland Südafrika.


Kunstverein Ludwigshafen

h

Robert Häusser

*1924 in Stuttgart (DE), †2013 in Mannheim (DE)
Robert Häussers fotografisches Werk ist durch sein Interesse an moderner Formensprache geprägt, das sich in zahlreichen Architektur- und Objektfotografien zeigt. So auch in den Dokumentationen der globalen Produktionsstandorte der Ludwigshafener BASF, die in den 1960er und 1970er Jahren als Auftragsarbeiten des Unternehmens entstanden sind.


Kunstverein Ludwigshafen

John Heartfield

*1891, Berlin (DE), †1968 in Berlin (DE)
Heartfield war Mitglied der Berliner Dadaisten und einer der Wegbereiter der politischen Fotomontage. 1929 fing Heartfield an mit der Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (AIZ) zusammenzuarbeiten, die seine Fotomontagen regelmäßig und ganzseitig veröffentlichte. Selbst im Exil schuf Heartfield weiterhin Arbeiten für die AIZ und später für die VolksIllustrierte. Nach dem Krieg kam er zurück nach Ostdeutschland, um seine Arbeit fortzusetzen und Bühnenbilder sowie Plakate für das Berliner Ensemble und das Deutsche Theater zu entwerfen.


Heidelberger Kunstverein

Oskar Friedolin Herzberg

*1944 – 1917 in Leipzig (DE)
Erst mit Mitte 60 begann Herzberg zu malen, schreiben und komponieren. Neben genreartigen, naiv anmutenden Szenen fertigte Herzberg zahlreiche Porträts an. Er war Patient der psychiatrischen Kliniken in Leipzig und Wien.


Sammlung Prinzhorn

Candida Höfer

*1944 in Eberswalde (DE), lebt in Köln (DE)
Die zumeist großformatigen fotografischen Arbeiten der Becher-Schülerin Candida Höfer widmen sich vornehmlich öffentlichen oder halböffentlichen Gebäuden oder Räumen wie Bibliotheken, Museen oder Zoologischen Gärten.


Kunstverein Ludwigshafen

j

Sven Johne

*1976 in Bergen auf Rügen (DE), lebt in Berlin (DE)
Sven Johnes Arbeiten gehen von den Umbrüchen der jüngsten deutschen und europäischen Geschichte aus, vom politischen Zustand und der sozialen Verfasstheit des Kontinents. Seine Fotografien, Bild-Text-Arbeiten und Videos begnügen sich niemals mit schlichter Bestandsaufnahme, in sie ist der Wunsch nach Kommentar, Kritik und Veränderung bereits eingeschrieben. Nicht ohne Ironie und Sarkasmus verwischen sie die Grenzen von Dokument und Fiktion, im Bewusstsein, dass es in einer medialen Gesellschaft des Spektakels anderen, neuen Formen der Artikulation und Intervention bedarf als die der distanzierten Perspektive.


ZEPHYR – Raum für Fotografie in den Reiss-Engelhorn-Museen

k

Nikita Kadan

*1982 Kiew (UA)
Seit 2004 ist Nikita Kadan Mitglied des Künstlerkollektivs R.E.P (Revolutionary Experimental Space). 2011 war er für den PinchukArtCentre Preis nominiert. In seiner Arbeit Limits of Responsibility dokumentiert Kadan die jüngsten Proteste am Maidan-Platz in Kiew, indem er sich typischen fotojournalistischen Darstellungsweisen widersetzt. Kadans Diashow zeigt eine Zusammenstellung bescheidener städtischer Gemüsegärten, die von den Demonstranten innerhalb ihrer Zeltlager angepflanzt wurden.


Heidelberger Kunstverein

Katia Kameli

*1973 in Clermont-Ferrand (FR), lebt in Paris (FR)
Katia Kameli ist eine französisch-algerische Künstlerin. Mit ihrer Arbeit untersucht sie anhand von Videos, Fotografien, Installationen und Zeichnungen Thematiken wie interkulturelle Räume, Identitätspolitik und historische Geschichtserzählung.


Kunstverein Ludwigshafen

August Johann Klose

*1862 in Würben bei Schweidnitz (DE), †1831 Anstalt Hubertusburg bei Wermsdorf (DE)
Klose war Maschinenschlosser und Lokomotivführer und Patient mehrerer Anstalten. Er bezeichnete sich selbst als "Geheimer Detektiv und Beschützer der Kaiserlichen Hoheit".


Sammlung Prinzhorn

Barbara Kasten

*1936 in Chicago (US), lebt in Chicago (US)
Die Bildkompositionen von Barbara Kasten basieren auf räumlichen Konstruktionen aus Plexi- und Spiegelglas, Metallplatten, Vierkanthölzern und Drahtseilen, die sie mit Licht und über die Kadrierung im Bildrahmen modelliert. Auf diese Weise entstehen Fotoarbeiten, die sich im Spannungsfeld zwischen grafischer Fläche und geometrischer Skulptur sowie zwischen Abstraktion und Referentialität bewegen.


Wilhelm-Hack-Museum

Franz Kockartz

*1885, †1982
Der Kutscher Kockartz war Langzeitpatient in verschiedenen Anstalten. Sein gesamter Körper war von ornamentalen Tattoos überseht, die er stolz beim Posieren für Fotografen zeigte.


Sammlung Prinzhorn

Jürgen Klauke

*1943 in Cochem (DE), lebt in Köln (DE)
Für seine Fotoperformances nutzt Jürgen Klauke seinen Körper als Ausdrucksmedium. Humorvoll, grotesk und provokativ stellt er dabei konventionelle Geschlechterrollen, geistige und körperliche Identitäten oder alltägliche Freuden und Abgründe in den Mittelpunkt. Es sind minimalistisch-surreale Inszenierungen, die nichts weniger als die Grundbedingungen der menschlichen Existenz durchdeklinieren.


Sammlung Prinzhorn

Merle Kröger

*1967 in Plön (DE), lebt in Berlin (DE)
Kröger ist eine Filmemacherin und Schriftstellerin aus Berlin. Sie ist Autorin von vier Romanen, stellvertretende Leiterin der Professional Media Master Class in Halle (Saale) und Dozentin für Stoffentwicklung. Gemeinsam mit Philipp Scheffner, Alex Gerbaulet und Caroline Kirberg leitet sie die Produktionsplattform pong.


Heidelberger Kunstverein

Privatarchiv Familie Kassem

Schaukat Kassem (*1932 in Mandeli (IQ), †2006 in Heidelberg (DE)) kam im November 1958 als Studienstipendiat nach Mannheim, Frau und Kinder folgten ein halbes Jahr später. Kassems fotografischer Nachlass befindet sich heute im Besitz seiner Tochter Cholud Kassem (*1956 in Bagdad (IQ)), die als Künstlerin in Heidelberg lebt.


Kunstverein Ludwigshafen

Privatarchiv Familie Keskin

Angeworben als so genannter Gastarbeiter, kam Serafettin Keskin (*1937 in Vişneli (TR), †1994 in Heidelberg (DE)) 1961 nach Süddeutschland, wo er in der Getränkeindustrie Fuß fasste. 1964 folgte die Familie. Seine Tochter Gülay Keskin (*1961 in Kemalpasa (TR)) ist Fotografin und lebt in Heidelberg.


Kunstverein Ludwigshafen

Stefan Karrer

*1981 in Basel (CH), lebt in Wien (AT) und Basel (CH)
Stefan Karrer arbeitet in den Bereichen Videoinstallation und Performance sowie als Songwriter, Livemusiker und Produzent. Sein Desktop-Video verknüpft im Internet zusammen-getragene Aufnahmen von Wolken- und Wellenformationen zu einem Narrativ, in dessen rhythmischem Voice-Over auch die ursprünglichen Kommentare der User verarbeitet werden.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

Yves Klein

*1928 in Nizza (FR), †1962 in Paris (FR)
Klein war Maler, Bildhauer und Performancekünstler. Bekannt ist er vor allem für seine monochromen Bildkompositionen und das von ihm entwickelte Ultramarinblau, das International Klein Blue (IKB). Über die Beschäftigung mit der Philosophie des Zen avancierte die Leere zu einem Schlüsselbegriff seines Werkes.


Wilhelm-Hack-Museum

l

Andreas Langfeld

*1984 in Düsseldorf (DE), lebt in Düsseldorf (DE)
Die Bilder der Titelseiten von Zeitungen und Newsfeeds, die sich in unser kollektives Gedächtnis einprägen, verdecken die vielen anderen, die durch das Auswahlraster gefallen sind. Mit Newsroom-Editeure widmet sich Andreas Langfeld den Filter-Prozessen innerhalb der ungeheuren Masse produzierter Bilder und der Arbeit der Editors – die maßgeblichen Operateure in der Kette der Bildverarbeitung – in den Bildagenturen und den Bildredaktionen internationaler Medien.


C-HUB Kreativwirtschaftszentrum

Fred Lonidier

*1942 Lakeview, Oregon (US), lebt in San Diego (US)
Lonidier lehrte Fotografie an der University of California in San Diego. Seine Arbeiten wurden in Kunstinstitutionen und community spaces wie etwa im Whitney Museum of American Art, im New Museum of Contemporary Art, New York, im San Diego/Imperial Counties Labor Council oder im Amalgamated Clothing & Textile Workers, Los Angeles, ausgestellt.


Heidelberger Kunstverein

Helmar Lerski

*1871 in Straßburg (FR), †1956 in Zürich (CH)
Helmar Lerskis Porträts sind beeinflusst von seiner Tätigkeit als Kameramann, Beleuchter und Experte für Spezialeffekte in zahlreichen Stummfilmen, wie etwa Metropolis von Fritz Lang. Theatralisch-expressiv und variantenreich leuchtete er seine Bildprotagonisten aus und stellte damit weniger die Persönlichkeit als vielmehr die Wandelbarkeit des Gesichts und jedes Individuums heraus.


Sammlung Prinzhorn

Jochen Lempert

*1958 in Moers (DE), lebt in Hamburg (DE)
Der studierte Biologe kombiniert in seinem Werk Kunst, wissenschaftliche Forschung, Dokumentation und Konzeptualismus. Die verschlungenen Spuren, die das Luminogramm Glühwürmchen (Bewegung auf 35 mm Film) zeigt, wurden von dem titelgebenden Insekt hervorgerufen, das den Film bei seiner Wanderung belichtete


Wilhelm-Hack-Museum

Marc Lee

*1969 in Knutwil (CH), lebt in Eglisau (CH)
Seit 1999 setzt sich Lee in netzwerk-orientierten, oft interaktiven Installationen und Performances mit den sozialen, ökonomischen und politischen Implikationen der digital vernetzten Kultur auseinander. Bundestagswahl, eine Auftragsarbeit für die Biennale, verknüpft aktuellste Twitter-, Youtube- und Instagram-Posts zu einer Live-TV-Show und macht so den Wahlkampf in den sozialen Medien sichtbar.


Buchhandlung Thalia

m

Andreas Horlitz & Reinhard Matz

*1955 in Bad Pyrmont (DE), †2016 in München (DE) /
*1952 in Bremen (DE), lebt in Köln (DE)
Mit dem Fotonetz gründeten die beiden Fotografen Horlitz und Matz 1983 eine Zeitschrift für aktuelle Fotografie in neuartigem Format. Die Komprimierung auf postkartengroße Microfiches erlaubte es, im Gegensatz zu seinerzeit üblichen Zeitschriftendoppelseiten größere oder sogar vollständige Serien abzubilden und ermöglichte einen leichten Versand. Bis zur Einstellung des Fotonetz wurden insgesamt sechzig meist monografische Ausgaben an die Abonnentinnen und Abonnenten verschickt.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

Arwed Messmer

*1964 in Schöpfheim (DE), lebt in Berlin (DE)
Seit Anfang der 1990er Jahre widmet sich Messmer als dokumentarischer Stadtfotograf den Veränderungen Berlins. Seit 2006 setzt er sich mit Bildsammlungen in Archiven auseinander, die ihren ursprüngliche dokumentarische Funktion verloren haben. Entstanden sind umfangreiche Ausstellungen und Publikationen zum Ost-Berlin der 1950er Jahre, zur frühen Berliner Mauer, zu den Archiven der Staatssicherheit (z. T. mit der Autorin Annett Gröschner). 2014 erhielt er für das Projekt RAF - No Evidence / Kein Beweis das Stipendium für Zeitgenössische Deutsche Fotografie der AlfriedKrupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.


ZEPHYR – Raum für Fotografie in den Reiss-Engelhorn-Museen

Daido Moriyama

*1938 in Osaka (J), lebt in Tokyo (JP)
Daido Moriayama ist einer der zentralen Protagonisten der japanischen Fotografie. Bekannt wurde er in den 1960er Jahren mit seinen Beobachtungen des urbanen Lebens. Mit grobkörnigen S/W-Aufnahmen, mit hohem Kontrast und kippenden Horizontlinien suchte er nach einer adäquaten fotografischen Sprache für die Brüchigkeit des Nachkriegsalltags.


Wilhelm-Hack-Museum

Eva & Franco Mattes

*1976 in Brescia (IT), leben in New York City (US)
Das seit 1995 gemeinsam arbeitende Duo gehört zu den Pionieren der Net Art. In ihren subversiven Aktionen und Installationen verweben sie den virtuellen Raum des World Wide Web mit dem physischen Raum.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

Naeem Mohaiemen

*1969 in London (GB), lebt ind Dhaka (BD) und New York (US)
Mohaiemen ist ein Kunsthistoriker und visueller Künstler. Er bedient sich der Fotografie und des Films, um die Geschichte fehlgeschlagener und verlassener Utopien auf der ganzen Welt zu erforschen. Ab 2006 hat er an The Young Man Was gearbeitet, einer Geschichte über Bangladesch in den 1970er Jahren, von der bereits Teile in der Kunsthalle Gwangju und bei der Sharjah Biennale gezeigt wurden. Seine Arbeit Live True Life or Die Trying beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie seine Kamera, „eine einseitige Haltung und Sympathie einnehmend“, seine Dokumentation von zwei verschiedenen Protestbewegungen, die am gleichen Tag in Dhaka Anfang 2009 stattfanden, verändern könnte.


Heidelberger Kunstverein

Oscar Muñoz

*1951 Popayán (CO), lebt in Cali (CO)
Inspiriert von den fotografischen Prozessen des 19. und 20. Jahrhunderts untersucht Oscar Muñoz die Instabilität der fotografischen Fixierung und die damit verbundenen Erinnerungsprozesse. In seinen Arbeiten macht er mit flüchtigen Medien – wie menschlichem Atem, Staub und Flüssigkeiten – die prekäre Realität des menschlichen Lebens sichtbar.


Wilhelm-Hack-Museum

Peter Miller

*1978 in Burlington (US), lebt in Köln und Düsseldorf (DE)
Millers Arbeiten spüren Magie und Eigenlogik der analogen Fotografie nach: Belichtung (Selfportrait, Braid) und Farbzusammensetzung (Grainbow) sind ebenso Thema wie der Entwicklungsprozess (The Letter). Für Paper Trays tauchte er ein Blatt Barytpapier in Entwicklungs- und eines in Fixierbad. Ein drittes blieb unbehandelt. Aus diesen Papieren bildete Miller skulpturale Objekte, die der Form von Laborschalen nachempfunden sind.


Wilhelm-Hack-Museum

Rosa Menkman

*1983 in Arnheim (NL), lebt in New York City (US)
In Theorie und Praxis setzt sich Menkman mit Störungsphänomenen analoger und digitaler Medien auseinander. Ihre Videoarbeit Dear Mr Compression macht Artefakte der Kodierung zum Thema, die bei gelingender Datenübertragung nicht wahrnehmbar sind.


Wilhelm-Hack-Museum

Zanele Muholi

*1972 in Umlazi, Durban (SA), lebt in Johannesburg (SA)
Zanele Muholi bezeichnet sich selbst als visuelle Aktivistin. Als Reaktion auf die anhaltende Diskriminierung und Gewalt gegenüber Homosexuellen und der Transgender-Szene porträtiert sie seit mehr als einem Jahrzehnt das Leben der LSBTI-Community im zeitgenössischen Südafrika.


Sammlung Prinzhorn

n

Floris M. Neusüss

*1937 in Remscheid (DE), lebt in Kassel (DE) und Berlin (DE)
Seit den 1960er Jahren hat Neusüss seine Arbeit dem Fotogramm und der kameralosen Fotografie gewidmet. Tanz zeigt ein Ganzkörperfotogramm mehrerer Personen, die aufrecht in Bewegung zu sein scheinen, obschon Neusüss sie liegend auf dem Papier platzierte, um ihren fotografischen Abdruck herzustellen.


Wilhelm-Hack-Museum

Louis Vignes & Charles Nègre

1831 in Bordeaux (FR), †1896 in Paris (FR) /
1820 in Grasse (FR), †1880 in Grasse (FR)
1864 fotografierte Vignes im Auftrag des Herzogs von Luynes als einer der Ersten den Orient. Von Nègre wurden die Negative auf Albumin abgezogen, retuschiert und als Heliogravüren gedruckt. Zwischen 1871 und 1874 erschienen sie in einem mehrbändigen Atlas.


Wilhelm-Hack-Museum

p

Barbara Probst

*1964 in München (DE), lebt in New York (US)
Barbara Probst dekonstruiert mit ihren Exposures den Moment der fotografischen Aufnahme, indem sie ausgewählte Situationen zeitgleich aus verschiedenen Blickwinkeln aufnimmt und diese konkurrierenden Perspektiven in mehrteiligen Tableaus zusammenführt.


Wilhelm-Hack-Museum

Privatarchiv Familie Panevski

Dushan Panevski (*1930 in Skopje (MK), †2005 in Schifferstadt (DE)) kam im Jahr 1961 nach Mannheim, wo er zunächst als Tischler arbeitete. Später führte er eine Kneipe in Speyer. 1969 folgte seine Frau Slobodanka Panevska mit den beiden Kindern. Der Sohn Angel Panevski (*1956 in Skopje (MK)) ist Maler und Grafikdesigner und lebt in Mannheim.


Kunstverein Ludwigshafen

r

Ed Ruscha

*1937 in Omaha (US), lebt in Los Angeles (US)
Die Fotobücher, Collagen, Malereien, Zeichnungen und Filme von Ed Ruscha sind inspiriert von den Eigenarten der Symbolik des amerikanischen Lebens, wie er sie in Hollywood-Logos, Tankstellen und Ladenbeschriftungen oder archetypischen Landschaften vorfindet.


Wilhelm-Hack-Museum

Migrant Image Research Group

Lisa Bergmann, *1979 in Nürnberg (DE), lebt in Karlsruhe (DE) /
Estelle Blaschke, *1976 in München (DE), lebt in Berlin (DE) und Lausanne (CH) /
Paula Bulling, *1986 in Berlin (DE), lebt in Berlin (DE) /
Elisa Calore, *1982 in Venedig (IT), lebt in Venedig (IT) /
Mohamed & Haitham El-Seht, *1986 in Kairo (EG), leben in Kairo (EG) /
Emilie Josso, *1990 (FR), lebt in Bologna (IT) /
Leon Kahane, *1985 in Berlin (DE), lebt in Berlin (DE) und Tel Aviv (IL) /
Anne König, *1971 in Erfurt (DE), lebt in Leipzig (DE) /
Ina Kwon, *1980 in Hamburg (DE), lebt in Berlin (DE) /
Andreas Langfeld, *1984 in Düsseldorf (DE), lebt in Düsseldorf (DE) /
Armin Linke, *1966 in Mailand (IT), lebt in Berlin (DE) /
Valeria Malito, *1984 in Verona (IT), lebt in Mailand (IT) /
Karolina Sobel, *1987 in Tychy (PL), lebt in Karlsruhe (DE) /
Helmut Völter, *1978 in Berlin (DE), lebt in Berlin (DE) /
Jan Wenzel, *1972 in Bautzen (DE), lebt in Leipzig (DE)


Ausgehend von einem Besuch Armin Linkes mit Studierenden der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe auf der Insel Lampedusa 2010, gründete sich im Fortgang der Erforschung des gesammelten Bildmaterials ein Kollektiv von Künstlerinnen und Fotografen, Autorinnen und Gestaltern um den Leipziger Verlag Spector Books. Ziel der Gruppe ist es, die medial migrierenden Bilder und Repräsentationen von Migration heute, auch Zeugenschaften jenseits der Massenmedien, zu erforschen und ihre unterschiedlichen Funktionen zu kontextualisieren. Im Oktober 2017 erscheint ein umfassendes Buch, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds TURN.


ZEPHYR – Raum für Fotografie in den Reiss-Engelhorn-Museen

Pétrel I Roumagnac (duo)

Aurélie Pétrel 1980 in Lyon (F), lebt in Paris (F) und Genf (CH) /
Vincent Roumagnac
1973 in Biarritz (F), lebt in Paris (F) und Helsinki (FI)
Aurélie Pétrel und Vincent Roumagnac arbeiten seit 2012 zusammen. In ihren Arbeiten als Duo verschränken sich ihre künstlerischen Praxen: die Befragung des fotografischen Bildes und Materials von Pétrel und die Auseinandersetzung mit den szenischen Dispositiven im Theater von Roumagnac.


Wilhelm-Hack-Museum

Willem de Rooij

*1969 Beverwijk (NL), lebt in Berlin (DE)
De Rooij ist Professor für Freie Bildende Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main und Gastdozent an der Rijksakademie in Amsterdam. Seine jüngsten Einzelausstellungen waren: Entitled (2016), MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt und The Impassioned No (2015), Le Consortium, Dijon.


Heidelberger Kunstverein

s

Adrian Sauer

*1976 in Berlin (DE), lebt in Leipzig (DE)
Sauer forscht an den Grundlagen der Fotografie im Wandel. Seine Bildpaare von Wolken sind digitale Berechnungen, die an die positiven und negativen Formen des analogen Umkopierprozesses erinnern, ohne in dieser Logik aufzugehen. 16.777.216 Farben ordnet alle möglichen Farben des 8-Bit-RGB-Verfahrens in zufälliger Reihenfolge an und kommentiert so die Beschränktheit digitaler Farbgestaltung.


Wilhelm-Hack-Museum

Andrzej Steinbach

*1983 in Czarnkow (PL), lebt in Berlin (DE)
Die Fotografien von Andrzej Steinbach stellen grundsätzliche Fragen an die Konventionen und Leseweisen von Porträts. Er arbeitet häufig mit sehr reduzierten Settings und richtet so das Augenmerk auf die Ambivalenz von Mimik, Gestik und Personenkonstellationen.


Sammlung Prinzhorn

Arne Schmitt

*1984 in Mayen (DE), lebt in Köln (DE)
Schmitts Arbeit ist eine kritische Analyse der deutschen Architektur im 20. Jahrhundert. Dabei legt er einen besonderen Fokus auf die Nachkriegszeit von Westdeutschland sowie auf das Feld des Neoliberalismus.


Kunstverein Ludwigshafen

belit sağ

lebt in Amsterdam (NL)
sağ ist eine Filmemacherin, die in Amsterdam und der Türkei arbeitet. Sie schloss jüngst eine Residenz mit dem International Studio and Curatorial Program (ISCP) ab. Ihr videokünstlerischer Hintergrund wurzelt in alternativem Video-Aktivismus und Kollektivarbeiten in Ankara und Istanbul, wo sie Projekte wie VideA, Karahaber und bak.ma mitbegründet hat.


Heidelberger Kunstverein

Buky Schwartz

*1932 in Jerusalem (IL), †2009 in Tel Aviv (IL)
Mit leisem Humor hat Buky Schwartz in seinen Videoinstallationen das Wechselspiel von visuellen Illusionen und der tatsächlichen physischen Präsenz skulpturaler Objekte im dreidimensionalen Raum untersucht.


Wilhelm-Hack-Museum

D. H. Saur

D. H. Saur ist Künstler und lebt in Berlin (DE).


Heidelberger Kunstverein

Joachim Schmid

*1955 in Balingen (DE), lebt in Berlin (DE)
Seinem 1987 geprägten Diktum Keine neuen Fotos, bis die alten aufgebraucht sind folgend, arbeitet Schmid seit den 1980er Jahren mit „found photography“. Other People’s Photographs vereint zwischen 2008 und 2011 insbesondere auf Flickr gesammelte Fotografien und fasst sie geordnet nach Kategorien in 96 Büchern zusammen: eine Enzyklopädie
der Themen und Konventionen gegenwärtiger Alltagsfotografie.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

John Smith

*1952 in London (GB), lebt in London (GB)
Häufig in der Alltagsgegenwart verortet, operieren die Filme von John Smith an den Grenzen von Dokumentation und Fiktion sowie Repräsentation und Abstraktion. Smith hinterfragt dabei die Sprache des Films ebenso wie er mit unseren Erwartungen und unserer von Vorurteilen beeinflussten Wahrnehmung spielt.


Sammlung Prinzhorn

Klaus Staeck

*1938 in Pulsnitz (DE), lebt in Heidelberg (DE)
Der Jurist und Verleger erlangte weltweit Berühmtheit für seine politischen Plakate und war von 2006 bis 2015 Präsident der Akademie der Künste in Berlin.


Heidelberger Kunstverein

Mark Soo

*1977, lebt in Berlin (DE)
Soos Arbeiten untersuchen häufig die soziale Geschichte und die subjektive Erfahrung mittels einer komplexen Bildersprache. Dabei ist die Berücksichtigung der kulturell und technologisch bestimmten Rolle des Betrachters unerlässlich.


Die Teilnahme von Mark Soo wird unterstützt von der Botschaft von Kanada.


Heidelberger Kunstverein

Philip Scheffner

*1966 in Homburg an der Saar (DE), lebt in Berlin (DE)
Scheffner ist Künstler und Filmemacher und leitet gemeinsam mit Merle Kröger, Alex Gerbaulet und Caroline Kirberg die Produktionsplattform pong.


Heidelberger Kunstverein

Privatarchiv Familie Sirma

Der Schneidersohn Raci Sirma (*1940 in Samsun, Schwarzmeerküste (TR)) kam 1965 als „Gastarbeiter“ nach Hockenheim und lebte später in Viernheim. Neben der Arbeit als Monteur und Möbellieferant für Kaufhof, war er auch am Bau des Mannheimer Fernsehturmes beteiligt.


Kunstverein Ludwigshafen

Sebastian Stumpf

*1980 in Würzburg (DE), lebt in Leipzig (DE)
Das Zusammenspiel von Performance, Aufnahme und deren Installation im Ausstellungsraum zeichnet das Werk von Sebastian Stumpf aus. Mit seinen Fotografien und Videoprojektionen untersucht er das Verhältnis von Körper und Raum ebenso wie die Bedingungen von urbaner Architektur und gestalteter Landschaft.


Wilhelm-Hack-Museum

t

Gaston Tissandier

*1843 in Paris (FR), †1899 in Paris (FR)
Der französische Chemiker, Meteorologe und Luftschiffer Tissandier publizierte diverse Bücher zur Fotografie, unter anderem zur Bildherstellung aus der Luft. Les Merveilles de la Photographie ist eine mit filigranen Zeichnungen illustrierte klassische Abhandlung zur Fotografie, die die Geschichte ihrer Erfindung und ihre Technik referiert.


Wilhelm-Hack-Museum

Juergen Teller

*1964 in Bubenreuth (DE), lebt in London (GB)
Teller arbeitet seit den 1980er Jahren an den Schnittstellen von kommerzieller und freier Fotografie. Seine Porträts und Serien sind gekennzeichnet durch die Brüche zwischen dem Alltäglichen und Glamourösen, dem Profanen und Exzeptionellen. Sein Stil hat die Fashion- und Magazinfotografie der letzten zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

Oraib Toukan

*1977 in Boston (US)
Toukan ist Künstlerin und Clarendon-Stipendiatin an der Ruskin School of Art der University of Oxford. Sie ist Gasttutorin an der Ruskin School of Art und der International Academy of Fine Arts in Ramallah, Palästina. Zuletzt stellte sie an der Akademie der Künste in Berlin, beim Qalandiya International, auf der Asia Pacific Trienniale und der 11. Istanbul Biennale aus.


Heidelberger Kunstverein

Privatarchiv Familie Troncone

Franco Troncone (*1942 in Neapel (IT)) zog im Jahr 1962 nach Mannheim, wo er seine spätere Frau Traude kennenlernte. Gemeinsam eröffneten sie 1966 ihr erstes Juweliergeschäft in der Mannheimer Innenstadt, das bis heute in Familienhand ist und von Sohn Claudio geleitet wird.


Kunstverein Ludwigshafen

Wolfgang Tillmans

*1968 in Remscheid (DE), lebt in Berlin (DE) und London (GB)
In Tillmans um Politik, Sexualität, Astronomie und Abstraktion kreisendem Werk lassen sich die abgebildeten Körper nicht von der Körperlichkeit des Bildes trennen. Auch die ESO-Serie (2012) befragt ihren Gegenstand im doppelten Sinn: Die in der Europäischen Südsternwarte hergestellten Aufnahmen thematisieren die begrenzte Sichtbarkeit des Weltalls und seine fotografische Sichtbarmachung gleichermaßen.


Wilhelm-Hack-Museum

u

Amalia Ulman

*1989 in Buenos Aires (AR), lebt in Los Angeles (US)
Ulmans performative künstlerische Praxis setzt sich mit Formen der Selbstrepräsentation in Zeiten digitaler Vernetzung auseinander. Ihre Instagram-Performance Excellences & Perfections, für die sie eine semifiktive Person kreierte, hinterfragt über Social Media reproduzierte Wertvorstellungen, Körperkonventionen und Rollenmuster von Weiblichkeit.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

v

Hermann Vogel

*1834 in Dobrilugk (DE), †1898 in Berlin (DE)
Der Fotochemiker Vogel machte sich unter anderem als Entdecker für die Farbempfindlichkeit fotografischer Emulsionen einen Namen. Seine Publikationen und Lehrbücher zur Fotografie, die ab 1870 erschienen, sind oftmals mit montierten Originalbildern ausgestattet, die die chemisch-technischen Erläuterungen veranschaulichen.


Wilhelm-Hack-Museum

w

Andrew Norman Wilson

*1983 in Hongkong (CN), lebt in Los Angeles (US)
Wilsons multimediale künstlerische Praxis setzt sich mit der digitalen Kultur und Technologie unter den Bedingungen kapitalistischer Markwirtschaft auseinander. Workers Leaving the Googleplex und ScanOps befragen am Beispiel des Google-Books-Projekts die Strukturen der Arbeit in der Informationsgesellschaft.


Port25 – Raum für Gegenwartskunst

Hajra Waheed

*1980 (CAN), lebt in Montréal (CAN)
Hajra Waheeds multimediale Arbeiten fordern offizielle und persönliche Narrative heraus, die sich im Kontext von Kolonialismus und der globalen Machtasymmetrien etablieren konnten.


Kunstverein Ludwigshafen

Marianne Wex

*1937 in Hamburg (DE), lebt in Höhr-Grenzhausen (DE)
Mit ihrer visuellen Analyse von weiblicher und männlicher Körpersprache und deren gesellschaftlicher Verankerung erlangte Marianne Wex Ende der 1970er Jahre große Aufmerksamkeit. Ende der 1980er Jahre wandte sie sich von der Kunst ab und ist seitdem als Heilerin tätig.


Sammlung Prinzhorn

Max Wolf

*1863 in Heidelberg (DE), †1932 in Heidelberg (DE)
Wolf war ein deutscher Astronom und Pionier der Astrofotografie. Als einer der ersten setzte er das Medium ein, um Kleinplanetoiden aufzuspüren. Zusammen mit dem österreichischen Kollegen Johann Palisa (1848–1925) bearbeitete er zwischen 1900 und 1916 die Palisa-Wolf-Sternkarten, einen Atlas der in 210 Aufnahmen den in Mitteleuropa sichtbaren Sternenhimmel wiedergab.


Wilhelm-Hack-Museum

z

Privatarchiv Familie Zippel

Franz Zippel (*1931 in Covaci (RO), †2010 Mannheim (DE)) und seine Frau Anna kamen 1964 mit Familie als so genannte Spätaussiedler aus dem rumänischen Covaci nach Mannheim, wo Franz als Maschinenschlosser bei der Firma Vögele arbeitete. Nach dem Tod ihres Mannes zog Anna Zippel nach Berlin, wo auch ihr zweiter Sohn Edgar lebt, der selbst Fotograf ist.


Kunstverein Ludwigshafen